Huskystuff - Erlebnis mit Schlittenhunden

Huskystuff

Nasskaltes Herbstwetter

Heute ist mal wieder einer dieser nass-kalten Tage – in der Höhe Schnee, bei uns Regen. Das ideale Wetter, mich ins Haus zurück zu ziehen und die Tastatur – so gut es eben geht – klappern zu lassen. Wuuuwu!

Seit dieser Woche ist wieder Ruhe im Huskycamp eingekehrt. Zuvor war wirklich eine Woche lang Bienenhaus. 16 junge Menschen kamen ins Huskyfarm-Workcamp (hier die Bilder) . Da war praktisch immer was los. Ausser in der Siesta, da hatten die Kids Zwinger-Verbot. Wir genossen einmal mehr die vielen Streicheleinheiten. Bei solchen Gelegenheiten spitze ich dann immer ganz fest meine Ohren, um mehr über die Sprache der Menschen zu erfahren. In diesem Lager war ‘isch ja de Hammer’, oder ‘ja voll’ hoch im Kurs. Uuuuww, es dauerte jedoch wieder seine Zeit, bis ich diese Redewendungen richtig einordnen kann. Bis jetzt war für mich ein Hammer ein Ding, mit dem man Nägel einschlagen kann. Dass die Menschen mit einem Hammer auch Ereignisse oder Dinge beschreiben, die ihnen gefallen, habe ich erst mit der Zeit raus gefunden. Oder dass ‘voll’ nichts mit einem vollen Futternapf zu tun hat, sondern so viel wie ‘ich bin ganz deiner Meinung’ heissen soll, finde ich ziemlich komisch. Ich kann euch sagen, als Husky die Logik der menschlichen Sprache zu verstehen, braucht einige Stunden Feldforschung. Bei uns ist alles viel einfacher. Wenn ich knurre, dann weiss jeder im Zwinger, was ich damit meine. Und wenn Josche mich zum spielen auffordert, ist die Handlung auch immer die selbe. Wir sprechen nicht von Werkzeugen, meinen aber damit eine emotionale Regung!

Letzte Woche fiel bei uns das erste Mal Schnee – was für eine Freude. Langsam aber sicher kommt unsere Lieblings-Jahreszeit näher. Am Donnerstag beim Training konnten wir bereits einige Meter auf Schnee springen, denn die Strasse war teilweise schneebedeckt. Und vor Allem konnten wir endlich mal wieder Schnee fressen. Dies ist immer eine Wohltat für unsere arbeitenden Körper. So können wir die anfallende Wärme viel besser regeln.

Am Donnerstag war auch Cheena’s grosser Tag. Unsere Scheffs spannten sie zum ersten Mal ein. Anfangs hat ihr die neue Situation – vorne und hinten angebunden – nicht gepasst. Sie wollte sich aus dem Halsband winden, um die altbekannte Freiheit wieder zu erlangen. Doch dann ging die Fahrt los und sie musste springen. Anfangs war sie noch etwas irritiert, doch der alte Tor zeigte ihr, was nun zu tun war: Ziehen. Ziemlich bald kopierte Sie sein Verhalten und arbeitete, wie es sich gehört für einen Schlittenhund. Nach dem kurzen Training war sie überglücklich, nun auch zu den grossen gehören zu dürfen. Als Workcamp-Teilnehmerin würde sie wohl sagen: ‘Es war voll de Hammer!’

Wuuuuwuwu
Gandalf